woanders

babyfon statt ballermann

24/06/2015

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Wir haben nicht auf der Terrasse des Es Baluard den Blick über Palma genossen. Wir sind nicht durch Santa Catalina geschlendert. Auch haben wir nicht im Ca Na Toneta gespeist. Wir waren am Mittwoch nicht auf dem Markt in Sineu. Wir haben keine Berge im Tramuntana erklommen. Wir sind nicht auf Chopins Spuren in Valldemossa gewandelt, noch haben wir die Stufen in Pollenca erklommen. In Puerto Portals wurden keine Yachten von uns bestaunt. Und auch haben wir nicht künstlerisch wertvolles in Artà auf uns wirken lassen. Wir haben uns nach dem Duschen nichts besonderes angezogen, aber wir haben auch nicht an Buffets Schlange gestanden oder aber Plastikbändchen um die Handgelenke getragen. Und doch waren wir da. Auf Mallorca. 10 Tage und Nächte lang. Nicht alleine, nicht als Paar, sondern zu Dritt. Erstmalig mit Kind.

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Wir haben den diesjährigen Sommer getestet und großartig in den jeweils neuen Tag hineingelebt. Wir haben fast ausnahmslos im Schatten gelegen. Wir haben stundenlang das Kind bespielt. Wir haben abends gelesen und es genossen, weder über TV noch über wlan zu verfügen. Wir haben die Stallfrischen Eier der Hennen unseres Agroturisme verkostet und mit nahezu gleicher Hingabe Supermarktserrano, -käse und -oliven gegessen. Wir haben die Tiere auf dem Gelände unserer Finca beobachtet und uns von der Herzlichkeit unserer Gastgeberin anstecken lassen. Und wir haben darüber nachgedacht, was wir beim nächsten Mal machen. Wenn das Kind eigenständig sitzen kann. Wenn statt der kleinen Baumarkt-open-Air-Tonne das Meer bebadet wird. Wenn endlich echte Nahrung zu sich genommen und damit auch wieder die Rotweintheke ins Spiel gebracht wird. All das oben benannte was wir diesmal nicht gemacht haben, wird dann nachgeholt. Das, und noch viel mehr. Malle 2016, wir kommen!

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Mein Unterkunftstipp: Für mit oder ohne Kind, für romantisch zu zweit oder aber freundschaftlich zu mehreren. Die traumhafte ‚Finca Son Josep de Baix‚ ist eine weitläufige Anlage mit 9 unterschiedlichen, schlicht aber dennoch modern eingerichteten Apartments für 2, 3 oder 4 Personen. Die einzelnen Gebäude scharen sich um das Haupthaus und verteilen sich zugleich auf dem Gelände der geräumigen Finca, die nach wie vor landwirtschaftlich betrieben wird. Es gibt keinen Restaurantbetrieb, aber zwei unfassbar herzliche Gastgeber, die mit Rat, Tat und wertvollen Inseltipps jederzeit gerne weiterhelfen. Drei kleine Strandbuchten befinden sich fußläufig in der Nähe, es gibt einen Gemeinschaftspool und jede Unterkunft verfügt über eine voll möblierte Terrasse inkl. Grill. 

Mein Strandtipp: Cala Sa Nau – wahrlich kein Geheimtipp, aber der ideale Ort für einen reinen Strandtag (in der Nebensaison). Türkises Wasser, feinster Sand, hölzerne (und in mint getünchte) Liegen und Sonnenschirme sowie eine einzigartige Strandbar, die Erfrischungen, Snacks und am Wochenende feinste Musik bereithält.  

Meine Weiterlesentipps: Für uns war Mallorca dieses Jahr das perfekte Reiseziel. Direktflug von Hamburg aus, nicht zu weit weg, für den Ernstfall mit deutschen Ärzten vor Ort – die erste Reise mit Baby, man weiss ja nie. Nun sind wir bereit für das nächste Mal und ich suche schon jetzt weitere Anregungen in der Hoffnung, dass wir schon bald zurückkehren werden. Meine drei favorisierten Bloggerposts zum Weiterlesen befinden sich momentan gleich doppelt mit diversen Tipps bei Steffi I ohhhmhhh (und hier) sowie bei mona I 180°Salon.  

Hasta luego!



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